Thursday, 15 June 2023

Kimi No Na Wa Youtube Full Movie

Kimi No Na Wa Youtube Full Movie

Dieser Film war bis jetzt höchst erfolgreich in Japan. Was denken Sie, zieht die Leute zu diesem Film? Um ehrlich zu sein, würde ich das gerne selber wissen. Jedoch denke ich, dass ich sehr viel Glück hatte. Es gibt viele Animationsfilme, die in Japan gemacht werden, und alle sind sehr gut, aber ich denke, dass dieser Film – Kimi no Na wa. – eine sehr unkomplizierte Junge trifft Mädchen Geschichte ist und dafür muss bei jungen Leuten wohl gerade eine versteckte Nachfrage bestehen. Sie suchen wohl wirklich nach einer guten Junge trifft Mädchen Geschichte und ich denke, dass mein Film genau im richtigen Moment herauskam. – Makoto Shinkai

Zum Zeitpunkt, an dem ich diese Worte hier schreibe, ist es keine Übertreibung zu sagen, dass Kimi no Na wa. auch ausserhalb von Japan ein riesiger Erfolg geworden ist und dadurch sogar Ghiblis Chihiros Reise ins Zauberland von seinem Thron als Anime Film mit den höchsten Einspielergebnissen gestossen hat. Diese Umstände machen Kimi no Na wa. oder “Your name. – Gestern, heute und für immer”, wie er bei uns heisst, zum vielleicht wichtigsten Anime der neuesten Zeit und sein Regisseur – Makoto Shinkai – wird von einigen Leuten sogar als neuer Hayao Miyazaki gehandelt, ein Titel, den er sich selbst nicht zugestehen würde. Die Popularität des Films ist also nicht zu übersehen, aber da diese nicht unbedingt gleichzeitig für grossartige Qualität stehen muss, ist mein Ziel mit der folgenden Kritik, genau diese Qualität zu ergründen, doch bevor wir damit beginnen, gilt es noch ein paar Dinge zu klären. Zuerst einmal möchte ich eine klare Spoilerwarnung geben, da wir von Anfang bis Ende durch das gesamte Drehbuch gehen werden, um die Qualität dieses Films vollständig und akkurat verstehen zu können. Aus diesem Grund denke ich, dass es von Vorteil ist, Kimi no Na wa. schon gesehen zu haben und bestenfalls auch über eine eigene Meinung zu verfügen. Jedoch ist es nicht unbedingt von Nöten den Film angeschaut zu haben, da ich alles kleinlich erklären werde und somit sollte jeder für sich selbst entscheiden, wann er diese Kritik lesen möchte.

Wichtig zu wissen ist, dass ich den Film so objektiv und fair wie möglich beurteilen möchte und somit die Emotionen, die dieser Film bei Leuten auslösen kann, strikt von dieser Kritik trenne, da diese generell nur für einen selbst von Wert sind, sowie nichts über die Qualität einer Geschichte aussagen, denn man kann zu praktisch allem eine emotionale Bindung aufbauen. Manche der Probleme, die dabei zur Sprache kommen, mögen für den ein oder anderen kleinlich wirken, jedoch möchte ich anmerken, dass ich diesen Text hier schreibe, um alles in diesem Film aufzudecken, egal ob gross oder klein. Offensichtlich wiegt zum Beispiel eine schlechte Zeile, die ein Charakter gesprochen hat, nicht so viel wie ein grosses Plothole, aber ich hoffe, dass das sowieso klar ist. Im Endeffekt gedenke ich somit zu einer Bewertung des Films zu gelangen, die auf den Fakten beruhend so objektiv wie möglich sein soll. Trotzdem sollte ich wohl sagen, dass die einzelnen Stärken und Schwächen für jeden unterschiedlich viel wiegen werden und eine vollständig objektive Aussage somit schwer möglich ist. Deswegen fordere ich dazu auf, dass jeder für sich selbst entscheidet wie gut oder schlecht Kimi no Na wa. im Endeffekt ist, nachdem die Stärken und Schwächen betrachtet wurden. Auch meine persönliche Meinung wird aus diesem Grund hin und wieder im Text auftauchen. Das letzte, was ich noch anfügen möchte ist, dass hier die Qualität des Drehbuchs im Fokus steht, also die Geschichte und Charaktere. Animationen – und Musik – werden ihre Erwähnung finden, jedoch ist die visuelle Qualität dieses Films so hoch, dass ich generell die Screenshots für sich selber sprechen lassen will, denn in diesem Aspekt ist der Film ohne jeden Zweifel ein Meisterwerk. Damit wünsche ich viel Spass beim Lesen.

Kimi No Na Wa: “tears…why?”

Der Film beginnt mit dem Fallen von Splittern eines Kometen und wir folgen einem, während dieser durch die Wolkendecke bricht. Darauf schwenkt die Kamera zu einer kleinen Stadt, die sich um einen See erstreckt, ganz so, als wäre das Ziel des Splitters dieser Ort. Nach einem Schnitt folgt ein Monolog, abwechselnd gesprochen von unserer weiblichen Protagonistin Mitsuha und unserem männlichen Protagonisten Taki, wodurch erkennbar ist, dass beide über dasselbe nachdenken. Sie sprechen davon, dass sie manchmal, nachdem sie aufwachen, Tränen in ihren Augen finden, sich aber nie an den Inhalt ihres Traums erinnern können. Was sie jedoch ständig verfolgt, ist das Gefühl, etwas vergessen zu haben und so sind sie auf der Suche nach Etwas oder Jemandem. Dieses Gefühl entspringt, laut den beiden, wohl dem Tag, als die Sterne vom Himmel fielen. Ein Tag, der sich anfühlte wie aus einem wunderschönen Traum.

Bei dieser Eröffnungsszene handelt es sich um eine typische Vorausblende, also eine Passage, die im chronologischen Verlauf einer Geschichte eigentlich erst später geschehen würde, jedoch – aus was für Gründen auch immer – nach vorne gezogen wurde. Im Fall dieses Films ist die Intention relativ klar, da durch diese Szene der thematische Kern der Geschichte gesetzt wird: In gewohnter Makoto Shinkai Manier geht es um zwei Leute, die voneinander getrennt sind und versuchen sich zu finden, was visuell, wie in vielen seiner anderen Filme auch, durch – in verschiedene Richtung – fahrende Züge symbolisiert wird. Noch können wir nicht sagen, warum sie getrennt sind oder warum sie sich scheinbar nicht aneinander erinnern können, jedoch wird durch die Dialoge die Wichtigkeit von Träumen für diesen Umstand schon einmal gesetzt, wobei es noch offen bleibt, ob der Film Supernatural Elemente haben wird oder nicht. Zeitlich gesetzt ist diese Szene übrigens direkt vor dem Schluss des Films und somit nachdem alle wichtigen Ereignisse schon geschehen sind. Das hat auch zur Folge, dass Mitsuha schon in Tokyo wohnt, weswegen die Aufnahmen der Stadt am See – Itomori – auf mich etwas verwirrend wirken, denn sie scheinen nicht mit dem Rest der Vorausblende zusammenzuhängen. Auch die Rotation um die jüngere Mitsuha zeigt Itomori nicht und so entsteht höchstens der Eindruck, dass die Stadt wohl irgendwas mit dem Film zutun haben muss, weil warum sonst zeigen. Man muss hier bedenken, dass wir als Zuschauer in diesem Moment noch nicht wissen können, dass es sich bei dieser Stadt um die Heimatstadt von Mitsuha handelt. Eigentlich ist das kein grosses Problem, aber wir werden noch einige Male darauf zu sprechen kommen, dass der Film absolut keine Zeit zu verschwenden hat, weswegen ich der Meinung bin, dass man sich diese ersten paar Sekunden durchaus hätte sparen können, um direkt mit dem Monolog zu beginnen.

Im Bereich der Animationen zeigt uns diese Szene zudem, was für ein Niveau wir von diesem Film erwarten dürfen. Wir sehen herausragende Effektanimationen mit dem, durch die Wolkendecke, fallenden Kometensplitter und dem gesamten Kometen über dem Himmel von Tokyo. Die Charaktere befinden sich durchgehend in realistischer Bewegung und Stil Frames sind eine Seltenheit, was alles lebendiger wirken lässt. Selbst in der Aufnahme, in welcher Taki eine Treppe voller Menschen hochläuft, ist jede einzelne Person animiert. Die bei Weitem beeindruckendsten Szenen sind hier jedoch die zwei rotierenden Kamerafahrten um Taki und Mitsuha herum, da man im Medium Anime natürlich nicht “einfach nur” eine Kamera um jemanden herum fahren lassen muss, um diesen Effekt zu erzeugen, sondern der Animator ist bei jedem einzelnen Frame gezwungen, den Winkel der Zeichnung korrekt anzupassen. Diese Dinge sind jedoch nicht meine Höhepunkte, was die Bilder anbelangt und dieser Platz fällt stattdessen den detaillierten Hintergründen zu, was nicht überraschend kommt, da diese seit dem ersten Kurzfilm von Makoto Shinkai herausragend sind. Für Kimi no Na wa. hat Shinkai sich dabei die Fähigkeiten von Osamu Masuyama gesichert, der in diesem Bereich Erfahrung aus diversen Studio Ghibli Filmen wie “Chihiros Reise ins Zauberland” oder “Das wandelnde Schloss” vorweisen kann. Masuyama hat hier mit dem Polen Mateusz Urbanowicz zusammen gearbeitet – der übrigens einen beeindruckenden YouTube Kanal hat – und aus ihrer Kollaboration sind dutzende Meisterwerke entstanden, die sich in so ziemlich jeder einzelnen Szene des Films finden. Ein Beispiel dafür sind in dieser ersten Szene die Räume von Mitsuha und Taki, die beide praktisch Leben atmen und sich dadurch genauso bewohnt anfühlen, wie man es von einer richtigen Wohnung erwarten würde.

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Insgesamt kann man also sagen, dass diese Szene ihren Zweck als Vorausblende erfüllt. Ich muss lediglich erwähnen, dass ich oftmals kein Freund von Vorausblenden bin, da hier oft – ohne Kontext – Dinge vorweg genommen werden, die im späteren Verlauf sowieso passieren und ich so oftmals das Gefühl bekomme, dass die Macher denken, ich würde direkt das Interesse an ihrem Werk verlieren, wenn nicht von der ersten Sekunde ein Ziel definiert wird. Offensichtlich kommt es aber immer ganz auf die Umsetzung an und im Fall von Kimi no Na wa. hätte ich es lieber gesehen, wenn die eigentliche Geschichte direkt begonnen hätte. Das lässt sich darauf zurückführen, dass diese anderthalb Minuten an anderen Stellen deutlich mehr gebraucht worden wären, um Neben- und Hauptcharaktere zu entwickeln oder Details zur Geschichte tiefer zu erläutern. Alles in allem stellt diese Szene jedoch eine durchaus solide Eröffnung für den Film dar.

Darauf folgt dann das Opening des Films, ganz im

Der Film beginnt mit dem Fallen von Splittern eines Kometen und wir folgen einem, während dieser durch die Wolkendecke bricht. Darauf schwenkt die Kamera zu einer kleinen Stadt, die sich um einen See erstreckt, ganz so, als wäre das Ziel des Splitters dieser Ort. Nach einem Schnitt folgt ein Monolog, abwechselnd gesprochen von unserer weiblichen Protagonistin Mitsuha und unserem männlichen Protagonisten Taki, wodurch erkennbar ist, dass beide über dasselbe nachdenken. Sie sprechen davon, dass sie manchmal, nachdem sie aufwachen, Tränen in ihren Augen finden, sich aber nie an den Inhalt ihres Traums erinnern können. Was sie jedoch ständig verfolgt, ist das Gefühl, etwas vergessen zu haben und so sind sie auf der Suche nach Etwas oder Jemandem. Dieses Gefühl entspringt, laut den beiden, wohl dem Tag, als die Sterne vom Himmel fielen. Ein Tag, der sich anfühlte wie aus einem wunderschönen Traum.

Bei dieser Eröffnungsszene handelt es sich um eine typische Vorausblende, also eine Passage, die im chronologischen Verlauf einer Geschichte eigentlich erst später geschehen würde, jedoch – aus was für Gründen auch immer – nach vorne gezogen wurde. Im Fall dieses Films ist die Intention relativ klar, da durch diese Szene der thematische Kern der Geschichte gesetzt wird: In gewohnter Makoto Shinkai Manier geht es um zwei Leute, die voneinander getrennt sind und versuchen sich zu finden, was visuell, wie in vielen seiner anderen Filme auch, durch – in verschiedene Richtung – fahrende Züge symbolisiert wird. Noch können wir nicht sagen, warum sie getrennt sind oder warum sie sich scheinbar nicht aneinander erinnern können, jedoch wird durch die Dialoge die Wichtigkeit von Träumen für diesen Umstand schon einmal gesetzt, wobei es noch offen bleibt, ob der Film Supernatural Elemente haben wird oder nicht. Zeitlich gesetzt ist diese Szene übrigens direkt vor dem Schluss des Films und somit nachdem alle wichtigen Ereignisse schon geschehen sind. Das hat auch zur Folge, dass Mitsuha schon in Tokyo wohnt, weswegen die Aufnahmen der Stadt am See – Itomori – auf mich etwas verwirrend wirken, denn sie scheinen nicht mit dem Rest der Vorausblende zusammenzuhängen. Auch die Rotation um die jüngere Mitsuha zeigt Itomori nicht und so entsteht höchstens der Eindruck, dass die Stadt wohl irgendwas mit dem Film zutun haben muss, weil warum sonst zeigen. Man muss hier bedenken, dass wir als Zuschauer in diesem Moment noch nicht wissen können, dass es sich bei dieser Stadt um die Heimatstadt von Mitsuha handelt. Eigentlich ist das kein grosses Problem, aber wir werden noch einige Male darauf zu sprechen kommen, dass der Film absolut keine Zeit zu verschwenden hat, weswegen ich der Meinung bin, dass man sich diese ersten paar Sekunden durchaus hätte sparen können, um direkt mit dem Monolog zu beginnen.

Im Bereich der Animationen zeigt uns diese Szene zudem, was für ein Niveau wir von diesem Film erwarten dürfen. Wir sehen herausragende Effektanimationen mit dem, durch die Wolkendecke, fallenden Kometensplitter und dem gesamten Kometen über dem Himmel von Tokyo. Die Charaktere befinden sich durchgehend in realistischer Bewegung und Stil Frames sind eine Seltenheit, was alles lebendiger wirken lässt. Selbst in der Aufnahme, in welcher Taki eine Treppe voller Menschen hochläuft, ist jede einzelne Person animiert. Die bei Weitem beeindruckendsten Szenen sind hier jedoch die zwei rotierenden Kamerafahrten um Taki und Mitsuha herum, da man im Medium Anime natürlich nicht “einfach nur” eine Kamera um jemanden herum fahren lassen muss, um diesen Effekt zu erzeugen, sondern der Animator ist bei jedem einzelnen Frame gezwungen, den Winkel der Zeichnung korrekt anzupassen. Diese Dinge sind jedoch nicht meine Höhepunkte, was die Bilder anbelangt und dieser Platz fällt stattdessen den detaillierten Hintergründen zu, was nicht überraschend kommt, da diese seit dem ersten Kurzfilm von Makoto Shinkai herausragend sind. Für Kimi no Na wa. hat Shinkai sich dabei die Fähigkeiten von Osamu Masuyama gesichert, der in diesem Bereich Erfahrung aus diversen Studio Ghibli Filmen wie “Chihiros Reise ins Zauberland” oder “Das wandelnde Schloss” vorweisen kann. Masuyama hat hier mit dem Polen Mateusz Urbanowicz zusammen gearbeitet – der übrigens einen beeindruckenden YouTube Kanal hat – und aus ihrer Kollaboration sind dutzende Meisterwerke entstanden, die sich in so ziemlich jeder einzelnen Szene des Films finden. Ein Beispiel dafür sind in dieser ersten Szene die Räume von Mitsuha und Taki, die beide praktisch Leben atmen und sich dadurch genauso bewohnt anfühlen, wie man es von einer richtigen Wohnung erwarten würde.

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Insgesamt kann man also sagen, dass diese Szene ihren Zweck als Vorausblende erfüllt. Ich muss lediglich erwähnen, dass ich oftmals kein Freund von Vorausblenden bin, da hier oft – ohne Kontext – Dinge vorweg genommen werden, die im späteren Verlauf sowieso passieren und ich so oftmals das Gefühl bekomme, dass die Macher denken, ich würde direkt das Interesse an ihrem Werk verlieren, wenn nicht von der ersten Sekunde ein Ziel definiert wird. Offensichtlich kommt es aber immer ganz auf die Umsetzung an und im Fall von Kimi no Na wa. hätte ich es lieber gesehen, wenn die eigentliche Geschichte direkt begonnen hätte. Das lässt sich darauf zurückführen, dass diese anderthalb Minuten an anderen Stellen deutlich mehr gebraucht worden wären, um Neben- und Hauptcharaktere zu entwickeln oder Details zur Geschichte tiefer zu erläutern. Alles in allem stellt diese Szene jedoch eine durchaus solide Eröffnung für den Film dar.

Darauf folgt dann das Opening des Films, ganz im

Der Film beginnt mit dem Fallen von Splittern eines Kometen und wir folgen einem, während dieser durch die Wolkendecke bricht. Darauf schwenkt die Kamera zu einer kleinen Stadt, die sich um einen See erstreckt, ganz so, als wäre das Ziel des Splitters dieser Ort. Nach einem Schnitt folgt ein Monolog, abwechselnd gesprochen von unserer weiblichen Protagonistin Mitsuha und unserem männlichen Protagonisten Taki, wodurch erkennbar ist, dass beide über dasselbe nachdenken. Sie sprechen davon, dass sie manchmal, nachdem sie aufwachen, Tränen in ihren Augen finden, sich aber nie an den Inhalt ihres Traums erinnern können. Was sie jedoch ständig verfolgt, ist das Gefühl, etwas vergessen zu haben und so sind sie auf der Suche nach Etwas oder Jemandem. Dieses Gefühl entspringt, laut den beiden, wohl dem Tag, als die Sterne vom Himmel fielen. Ein Tag, der sich anfühlte wie aus einem wunderschönen Traum.

Bei dieser Eröffnungsszene handelt es sich um eine typische Vorausblende, also eine Passage, die im chronologischen Verlauf einer Geschichte eigentlich erst später geschehen würde, jedoch – aus was für Gründen auch immer – nach vorne gezogen wurde. Im Fall dieses Films ist die Intention relativ klar, da durch diese Szene der thematische Kern der Geschichte gesetzt wird: In gewohnter Makoto Shinkai Manier geht es um zwei Leute, die voneinander getrennt sind und versuchen sich zu finden, was visuell, wie in vielen seiner anderen Filme auch, durch – in verschiedene Richtung – fahrende Züge symbolisiert wird. Noch können wir nicht sagen, warum sie getrennt sind oder warum sie sich scheinbar nicht aneinander erinnern können, jedoch wird durch die Dialoge die Wichtigkeit von Träumen für diesen Umstand schon einmal gesetzt, wobei es noch offen bleibt, ob der Film Supernatural Elemente haben wird oder nicht. Zeitlich gesetzt ist diese Szene übrigens direkt vor dem Schluss des Films und somit nachdem alle wichtigen Ereignisse schon geschehen sind. Das hat auch zur Folge, dass Mitsuha schon in Tokyo wohnt, weswegen die Aufnahmen der Stadt am See – Itomori – auf mich etwas verwirrend wirken, denn sie scheinen nicht mit dem Rest der Vorausblende zusammenzuhängen. Auch die Rotation um die jüngere Mitsuha zeigt Itomori nicht und so entsteht höchstens der Eindruck, dass die Stadt wohl irgendwas mit dem Film zutun haben muss, weil warum sonst zeigen. Man muss hier bedenken, dass wir als Zuschauer in diesem Moment noch nicht wissen können, dass es sich bei dieser Stadt um die Heimatstadt von Mitsuha handelt. Eigentlich ist das kein grosses Problem, aber wir werden noch einige Male darauf zu sprechen kommen, dass der Film absolut keine Zeit zu verschwenden hat, weswegen ich der Meinung bin, dass man sich diese ersten paar Sekunden durchaus hätte sparen können, um direkt mit dem Monolog zu beginnen.

Im Bereich der Animationen zeigt uns diese Szene zudem, was für ein Niveau wir von diesem Film erwarten dürfen. Wir sehen herausragende Effektanimationen mit dem, durch die Wolkendecke, fallenden Kometensplitter und dem gesamten Kometen über dem Himmel von Tokyo. Die Charaktere befinden sich durchgehend in realistischer Bewegung und Stil Frames sind eine Seltenheit, was alles lebendiger wirken lässt. Selbst in der Aufnahme, in welcher Taki eine Treppe voller Menschen hochläuft, ist jede einzelne Person animiert. Die bei Weitem beeindruckendsten Szenen sind hier jedoch die zwei rotierenden Kamerafahrten um Taki und Mitsuha herum, da man im Medium Anime natürlich nicht “einfach nur” eine Kamera um jemanden herum fahren lassen muss, um diesen Effekt zu erzeugen, sondern der Animator ist bei jedem einzelnen Frame gezwungen, den Winkel der Zeichnung korrekt anzupassen. Diese Dinge sind jedoch nicht meine Höhepunkte, was die Bilder anbelangt und dieser Platz fällt stattdessen den detaillierten Hintergründen zu, was nicht überraschend kommt, da diese seit dem ersten Kurzfilm von Makoto Shinkai herausragend sind. Für Kimi no Na wa. hat Shinkai sich dabei die Fähigkeiten von Osamu Masuyama gesichert, der in diesem Bereich Erfahrung aus diversen Studio Ghibli Filmen wie “Chihiros Reise ins Zauberland” oder “Das wandelnde Schloss” vorweisen kann. Masuyama hat hier mit dem Polen Mateusz Urbanowicz zusammen gearbeitet – der übrigens einen beeindruckenden YouTube Kanal hat – und aus ihrer Kollaboration sind dutzende Meisterwerke entstanden, die sich in so ziemlich jeder einzelnen Szene des Films finden. Ein Beispiel dafür sind in dieser ersten Szene die Räume von Mitsuha und Taki, die beide praktisch Leben atmen und sich dadurch genauso bewohnt anfühlen, wie man es von einer richtigen Wohnung erwarten würde.

Suzume No Tojimari: Filmstart Für Deutsche Kinos Bekannt Gegeben

Insgesamt kann man also sagen, dass diese Szene ihren Zweck als Vorausblende erfüllt. Ich muss lediglich erwähnen, dass ich oftmals kein Freund von Vorausblenden bin, da hier oft – ohne Kontext – Dinge vorweg genommen werden, die im späteren Verlauf sowieso passieren und ich so oftmals das Gefühl bekomme, dass die Macher denken, ich würde direkt das Interesse an ihrem Werk verlieren, wenn nicht von der ersten Sekunde ein Ziel definiert wird. Offensichtlich kommt es aber immer ganz auf die Umsetzung an und im Fall von Kimi no Na wa. hätte ich es lieber gesehen, wenn die eigentliche Geschichte direkt begonnen hätte. Das lässt sich darauf zurückführen, dass diese anderthalb Minuten an anderen Stellen deutlich mehr gebraucht worden wären, um Neben- und Hauptcharaktere zu entwickeln oder Details zur Geschichte tiefer zu erläutern. Alles in allem stellt diese Szene jedoch eine durchaus solide Eröffnung für den Film dar.

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